Tariflöhne für Soziale Arbeit

Über uns

Wer sind wir?

Das Frankfurter Netzwerk der Sozialen Arbeit ist ein Zusammenschluss von aktiven Kolleg*innen aus verschiedenen Betrieben, die Leistungen der Daseinsvorsorge für die Stadt Frankfurt am Main erbringen. Allen gemeinsam ist, dass die Stadt Frankfurt am Main zum Großteil diese Betriebe refinanziert.

In den meisten dieser Betriebe gibt es keine Tarifbindung und die Löhne der Beschäftigten liegen teilweise erheblich unter Tarif. Während die Stadt Frankfurt am Main ihren direkt Beschäftigten Tariflohn und Jobticket bezahlt, schürt sie unter den freien Trägern eine Unterbietungskonkurrenz. Ein Ziel des Netzwerkes ist es, dies zu stoppen.

Gegründet hat sich das Netzwerk Anfang 2011, als die Lehrerkooperative Insolvenz anmeldete. Obwohl die Lehrerkooperative öffentliche Mittel erhält, konnte dort Unterschlagung stattfinden, die zur Insolvenz führte, ohne dass die Stadt Frankfurt am Main dies mitbekam. Deswegen hat das Frankfurter Netzwerk der sozialen Arbeit drei Forderungen aufgestellt.

Unsere Forderungen:

  1. Tariflöhne mindestens in der Höhe des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD). Denn was die Stadt Frankfurt ihren direkt Beschäftigten bezahlt, das darf sie den Beschäftigten freier Träger nicht vorenthalten.
  2. Die Stadt Frankfurt darf Aufträge nur noch an tarifgebundene Träger vergeben. Die Konkurrenz der freien Träger darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.
  3. Finanzielle Transparenz und Kontrollmöglichkeiten für die Beschäftigten durch Wirtschaftsausschüsse.

Was haben wir bisher erreicht?

  • Tariftreuebeschluss der Stadtverordnetenversammlung in Frankfurt am Main am 1. März 2012, in dem unsere ersten beiden Forderungen aufgegriffen wurden.
  • Tarifabschluss im CeBeeF e.V. und CeBeeF Fahrdienst gGmbH 2012
  • Stadt Frankfurt am Main macht die Tarifbindung bei den freien Trägern zum Thema

Was haben wir dafür bisher gemacht?

  • 2011 und 2012 zwei bunte Kundgebungen auf dem Römer zu diesem Thema durchgeführt
  • regelmäßig die Bürgersprechstunde des Sozial- und Gesundheitsausschusses im Römer besucht
  • mehrere Gespräche mit den Fraktionen CDU, die GRÜNEN, SPD, die LINKE und den Piraten geführt
  • die Tarifverhandlungen im CeBeeF – ein Betrieb der Behindertenhilfe, der mehr als 30% unter Tarif zahlte – aktiv begleitet
  • uns gegenseitig in den Betrieben unterstützt

Nach dem erfolgreichen Tarifabschluss im CeBeeF und der darauffolgenden Nicht-Zahlung des Tariflohns durch die CeBeeF-Geschäftsführung, hat das Netzwerk im Herbst 2013 den „Rettungsverein Behinderte und ihre Freunde – ReBeeF“ gegründet, um im Falle einer Insolvenz des CeBeeF die Weiterbeschäftigung aller Beschäftigten zu gewährleisten.

Mach mit!

Wenn Du Dich angesprochen fühlst und Lust hast, Dich mit Kolleg*innen auszutauschen und mitzumischen: Wir treffen uns ein Mal im Monat von 18:00 bis 20:30 Uhr – schau einfach nach dem nächsten Termin. Oder lass dich in unserem E-Mail-Verteiler aufnehmen, Nachricht genügt: zum Kontaktformular