Offener Brief zur Situation der Kolleg*innen in den Erstaufnahmeeinrichtungen für unbegleitete minderjährige Geflüchtete

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Birkenfeld,
Sehr geehrte Vertreter*innen der demokratischen Fraktionen der Stadt Frankfurt,

im Zuge der anstehenden und bereits vollzogenen Schließungen der Erstaufnahmeeinrichtungen für unbegleitete minderjährige Geflüchtete protestieren wir gegen Ihre Sozialpolitik und fordern Sie auf, sich mit der Situation der Kolleg*innen, die in diesen Einrichtungen arbeiten, auseinanderzusetzen und Alternativen für eine angemessene Weiterbeschäftigung zu schaffen.
Seit Sommer letzten Jahres hat sich die Stadt an die freien Träger gewandt, mit der Bitte, die Kapazitäten für die Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten um ein Vielfaches auszubauen. Die freien Träger kamen dem nach, indem sie die Platzzahlen in existierenden Einrichtungen erhöhten oder Einrichtungen neu gründeten, viele dieser Einrichtungen entstanden faktisch über Nacht.

Es wurden händeringend Sozialarbeiter*innen und pädagogische Fachkräfte gesucht, um in der Versorgung der Jugendlichen zumindest halbwegs den rechtlichen Standards der Jugendhilfe gerecht zu werden. Sowohl für die Jugendlichen, als auch für diejenigen, die sich in dieser Arbeit engagierten, waren die Bedingungen häufig schlecht, bedingt durch Massenunterbringung in Turnhallen und Hostels, mit allen daraus resultierenden negativen Folgen.

Die Kolleg*innen vor Ort hatten aufgrund der miserablen personellen und räumlichen Ausstattung kaum die Möglichkeit, ihrer eigentlichen Arbeit, der individuellen Unterstützung und Begleitung der Kinder und Jugendlichen, insbesondere bei der Bewältigung traumatischer Fluchterfahrungen, nachzugehen. Die Abwicklung zeitintensiver bürokratischer Formalitäten bei viel zu geringer Personalausstattung ließ ihnen hierfür kaum Zeit.
Offener Brief zur Situation der Kolleg*innen in den Erstaufnahmeeinrichtungen für unbegleitete minderjährige Geflüchtete weiterlesen

Bündnis gegen Sozialkürzungen: Aktionstag am 10.07.2015

Aktionstag der sozialen Initiativen und Vereine in Frankfurt

Freitag, 10. Juli 2015 von 13:00 – 17:00 Uhr
auf der Konstablerwache, 60313 Frankfurt a.M.

Geplant sind Stände, Informationen, Aktionen, Musik und vieles mehr. Im Rahmen unserer Veranstaltung auf der Konstablerwache stellen wir unsere tagtägliche soziale Arbeit vor, formulieren unsere Kritik an der Stadt Frankfurt und präsentieren unsere Vorstellungen einer anderen, ausreichend finanzierten sozialen Arbeit.
Bündnis gegen Sozialkürzungen: Aktionstag am 10.07.2015 weiterlesen

Offener Brief an die Fraktionen des Frankfurter Stadtparlamentes

Zerschlagung der Werkstatt Frankfurt

Am 10. Juli 2014 treffen sich Vorstand und Mitgliederversammlung der Werkstatt Frankfurt e.V., um die Spaltung in eigenständige gGmbHs formal zu beschließen.
Damit einher geht die Schließung „unrentabler“ Bereiche: Die Beschäftigungsförderung wird schon jetzt gestrichen und auf ein reines Beratungsangebot reduziert. Schon morgen könnte auch die Abwicklung der neuen gGmbHs auf der Tagesordnung stehen.
Offener Brief an die Fraktionen des Frankfurter Stadtparlamentes weiterlesen