Bündnis gegen Sozialkürzungen: Aktionstag am 10.07.2015

Aktionstag der sozialen Initiativen und Vereine in Frankfurt

Freitag, 10. Juli 2015 von 13:00 – 17:00 Uhr
auf der Konstablerwache, 60313 Frankfurt a.M.

Geplant sind Stände, Informationen, Aktionen, Musik und vieles mehr. Im Rahmen unserer Veranstaltung auf der Konstablerwache stellen wir unsere tagtägliche soziale Arbeit vor, formulieren unsere Kritik an der Stadt Frankfurt und präsentieren unsere Vorstellungen einer anderen, ausreichend finanzierten sozialen Arbeit.

Flugblatt

Was ist der Stadt Frankfurt das Soziale wert?

Offensichtlich nicht so viel. Ein Großteil der sozialen Arbeit in Frankfurt wird von Initiativen und Vereinen geleistet. Alle Träger gemeinsam ermöglichen Vielfalt und professionelle, klientenorientierte und ganzheitliche Angebote in der Jugendarbeit, Behindertenhilfe, Erwerbslosenberatung, Kinderbetreuung, Frauenberatung und vielen anderen sozialen Arbeitsfeldern. Diese Tätigkeiten, vor allem der kleinen Träger, sind abhängig von der Finanzierung durch die Stadt Frankfurt.

Wie verhält sich die Stadt? Die städtischen Zuschüsse für Soziale Arbeit sind seit vielen Jahren gleich geblieben. Im Jahr 2014 wurden diese sogar bei einigen Initiativen gekürzt! Für die Sozialen Einrichtungen und Vereine bedeutet dies, dass kein Ausgleich der Preissteigerungen erfolgt, keine Neueinstellungen möglich sind, nicht einmal die Refinanzierung der Tariferhöhungen und für die meisten auch keine Finanzierung der gestiegenen Nebenkosten. Faktisch kommt die Nichtanpassung der Zuschüsse einer realen Kürzung gleich.

Die Folge, es stehen immer weniger Gelder für die Arbeit mit der Klientel zur Verfügung. Mitarbeiter*innen sind von Entlassungen bedroht oder werden zum Teil untertariflich bezahlt. Viele Initiativen und Vereine sind perspektivisch in ihrer Existenz bedroht!

 

Wir sind solidarisch mit dem Streik im öffentlichen Dienst und fordern eine höhere Eingruppierung von Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen, sowie eine damit verbundenen Aufwertung der sozialen Arbeit. Diese muss sich in einer besseren Bezahlung von Sozialarbeiter*innen und Erzieher*innen und der finanziellen Ausstattung der Vereine und Initiativen ausdrücken, wie auch in der rückwirkenden Übernahme tariflicher Erhöhungen durch die Stadt Frankfurt.

Das Argument, die Kassen seien leer erscheint unglaubwürdig, wenn man der Presse glauben kann, dass der Haushalt der Stadt 2014 mit einem Überschuss von 159 Millionen Euro abschloss.

Im Rahmen unserer Veranstaltung auf der Konstablerwache stellen wir unsere tagtägliche soziale Arbeit vor, formulieren unsere Kritik an der Stadt Frankfurt und präsentieren unsere Vorstellungen einer anderen, ausreichend finanzierten sozialen Arbeit.

 

Gute Arbeit hat ihren Preis! Wir fordern die tarifliche Bezahlung und die sofortige Anpassung der Zuschüsse für alle Träger, verbunden mit einer Rechts- und Planungssicherheit für die kommenden Jahre!

 

Das Bündnis gegen Sozialkürzungen

ist ein Zusammenschluss von Trägern der sozialen Arbeit aus folgenden Bereichen:

  • Offene Kinder- und Jugendarbeit
  • Alleinerziehende
  • Binationale Partnerschaften
  • Straffälligenhilfe
  • Erwerbslosenhilfe
  • Jugendberufshilfe
  • Hilfen für Frauen
  • Jugend- und Familienberatung
  • Sport
  • Medien
  • Jugendkultur

Mitglieder sind u.a.

Weitere Infos

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